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Der Mietbogenstrich

1. Allgemeines

Nun macht es wenig Sinn, gleich nach einem Kursus teures Material zu kaufen.

Auch wäre die Zugstärke des Bogens noch problematisch, da die Kursteilnehmer nach den 6 bis 8 Wochen bei weitem nicht in der Lage sind, das endgültige Zuggewicht eines Turnierbogen zu bewältigen(Recurve: Herren 36 bis 45 lbs., Damen 32 bis 38 lbs).

An dieses Zuggewicht sollte man sich langsam rantasten, in der Regel sind dafür Mietbögen gut geeignet. Diese gibt es bei jedem Bogenfachgeschäft für ab ca. 70 Euro, oder bei Bogensporteinzelhändlern. Das Zuggewicht, d.h. die Wurfarme können dann während der 1/2-jährigen Leihfrist gewechselt werden.
Bogenköcher, Arm- und Fingerschutz und Pfeile Die erste eigene Anschaffung ist dann lediglich:
  • Armschutz und Fingerschutz
  • Köcher
  • ca. 6 bis 8 Pfeile (z.B. X7 1814)
Statt eines Miet-Stabilisatorsystems empfehle wir jedoch besser einen sehr guten Monostabilisator zu kaufen. Gute Erfahrungen haben wir mit:
  • Mono-Stabilisator Beiter Centralizer 3 bis 4 Tuner
( oder ähnliche Systeme anderer Hersteller ) gemacht. Die Länge sollte möglichst max. sein, jedoch auch des Transportes wegen in einen Koffer passen.

Nach ca. einem 3/4-Jahr hat man dann auch das nötige Fachwissen für den richtigen Turnierbogen und zugehörige Ausstattung. Vorher kann auch schon diverses Material von Sportlern des eigenen Vereines durchprobiert werden.

Mit e-bay Angeboten haben wir keine guten Erfahrungen gemacht, oft ist die Qualität der gebrauchten Materialien zweifelhaft, der endgültige Preis zu hoch.

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2. Auf was sollte man beim Leihbogen achten...

Im folgenden wird ausschließlich auf Leihmaterial für Recurvebögen eingegangen. Es gibt jedoch auch Compound-Leihbögen und vereinzelt Longbow-Leihbögen.

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2.1. Material:

Leihmaterial besteht meist aus:
  • Recurve-Bogen mit Wurfarmen und Ausrüstung Bogen, Visier, Tasche, Bogenständer, Pfeilauflage, Sehne mit Nockpunkt
  • manchmal: - Stabilisator, Klicker, besseres Visier, Button
  • händlerabhängig ist: Leihpreis wird auf späteren Bogenkauf angerechnet,
  • händlerabhängig ist : Aufpreis für Fastflightsehne
selber kaufen:
  • Pfeile, Finger- und Armschutz, Köcher, Bogen- oder Fingerschlinge

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2.2. Bogenmittelstück:

Recurvebogen Die Leihbögen der Händler sind meist ähnlicher Qualität. Entweder vom Hersteller "Samik" oder von "Win & Win". Das Mittelstück sollte aus Metall und nicht aus Holz sein. Oft fragen Händler, ob dieser Bogen später gekauft werden soll. Dann wäre der Leihbogen neu. Wir empfehlen langfristig für später diesen als eigenen Bogen jedoch nicht, da man wegen deren minderwertiger Qualität bei weiten Entfernungen klar damit benachteiligt wäre. Als Leihbögen sind diese jedoch OK. Gegen Aufpreis gibt es noch in der Zugstärke verstellbare Mittelstücke, damit läßt sich der Bogen um ca. 10% schwerer einstellen.

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2.3. Wurfarme:

Wurfarme eines Recurvebogens Die Wurfarme sind meist Glasfiberlaminate, bei hochwertigen Leihbögen sind es Carbon/Glasfiber-Laminate. Carbon/Glasfiber-Laminate sind für weitere Entfernungen besser geeignet, jedoch der Leihpreis ist höher. Durch Carbon als zusätzliches Wurfarmmaterial werden die Wurfarme leichter, schneller und Verwindungssteifer.

Je nach Händler kann man Wurfarme gegen Gebühr oder kostenlos gegen z.B. im Zuggewicht höhere eintauschen, so dass man im Laufe des Jahres auf entsprechendes Damen bzw. Herren- übliches Zuggewicht kommen kann.

Nach ca. einem Jahr schießen Damen 34 bis 36 lbs, Herren 36 bis 44 lbs. Leistungssportler entsprechend mehr.

Als Zuggewicht würde ich anfangs zu 22 bis 24 lbs. raten. Später nach ca 1 1/2 bis 2 Monaten sollte dann erhöht werden.

Als komplette Bogenlänge gibt es 66, 68 und 70 Zoll Bögen im Olympischen Recurvebereich. Ausgehend von der durchschnittlichen Körpergröße 1.76 m ist in der Regel ein 68 Zollbogen zu empfehlen. Wer größer ist, bestellt sich einen größeren, wer kleiner ist einen kleineren Bogen.

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2.4. Visier:

Visier Ist bei allen Leihbögen bei, meist jedoch von sehr geringer Qualität (siehe unsere eigenen Leihbögen). Manch Händler gibt ein besseres Visier dazu, das folgende Vorteile hätte:
  • Man kann es zum Transport abbauen
  • Es ist eine Feinjustage der Höhen und Seiteneinstellung durch Zahnstange mit Spindel oder Schnecke möglich (vorteilhaft zum genauen Einstellen für weite Entfernungen). Material ist hochwertiger, somit schwingungsunabhängig und haltbarer

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2.5. Tasche und Bogenständer:

Bogenständer und Bogenkoffer Um das Leihmaterial zu schützen, geben die meisten Händler dieses dazu, das sollte jedoch nachgefragt werden.

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2.6. Schutzhüllen:

Sind bei den meisten Händlern dabei und schützen Bogen und Wurfarme beim Transport.

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2.7. Pfeilauflage und Klicker:

Klicker und Pfeilauflage Eine minderwertige Pfeilauflage ist immer dabei, die meist einige Wochen hält. Danach muß man sich noch eine zulegen. Man sollte sich beim Training mal beraten lassen. Manche Händler geben noch für die Dauer der Leihfrist den Klicker dazu. Den braucht man nach ca. 1/4 Jahr, um Pfeile gleicher Länge immer gleich lang mit dem Bogen zu spannen.

Funktion des Klickers: - Der Pfeil wird durch dieses am Bogenfenster befestigte Metallplättchen gezogen. Beim Durchrutschen der Pfeilspitze durch diesen Klicker schlägt dieser am Bogen an (dem hörbaren "Klicken"), der Pfeil wird erst dann abgeschossen. Somit hat man bei jedem Schuss die gleiche Auszugslänge.

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2.8. Stabilisator:

Mono- und Seitenstabilisatoren, sowie Spinne Manchmal ist ein Stabilisator beim Leihbogen bei, dann ist das OK. Wenn der Händler einen extra Leihpreis fordert, würde wir schon zum eigenen sehr guten Monostabilisator raten. Der sollte dann hochwertig sein, den hat man ewig und der beeinflusst die Bogenstabilität beim Abschuss erheblich. Vor dem Kauf jedoch unbedingt beim Training beraten lassen!

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2.9. Pfeile

Pfeile Sind Verschleißmaterial, sind daher selbst zu kaufen, diese gibt es nicht leihweise!

Wir würden für das erste halbe Jahr zu mind. 8 Pfeilen raten. Um die fummelige Klebearbeit beim Zusammenbau des Komplettpfeils anfangs zu vermeiden, ist es empfehlenswert, gleich komplett fertig befiederte und gekürzte Pfeile beim Händler zu bestellen. Für den Anfang empfehlen wir robuste Alupfeile. Die sollten auch hochwertiger Qualität sein, da kommen nur:
  • EASTON X7 oder XX75
in Frage (der Händler weiß dann schon, was gemeint ist). Alles andere geht zu schnell kaputt. Von diesem Pfeilcode gibt es nun hunderte Varianten bezüglich Durchmesser und Wandstärke. Die richtige Kombination aus beiden stellt den richtigen Spinewert (Steifheit des Pfeilschaftes) bezüglich dem eigenen Zuggewicht des Bogens bei eigener Pfeil-Auszugslänge dar.

Soll heißen: Man misst seine Pfeillänge beim gespannten Bogen und deren Auszugsgewicht. Entsprechend Auszugsgewicht und Pfeillänge gibt es dann Tabellen, bei denen man sich den korrekten Pfeilcode raussucht.

Man kann die Pfeillänge auch so ermitteln: Man nimmt einen Pfeil oder einen langen Gegenstand, streckt die Arme vor sich aus und steckt den Pfeil (oder langen Gegenstand) in den Achselbereich. Der Pfeil muß nun bis zu den gestreckten Fingerspitzen gehen. Dieses wäre dann ein erster Anhaltspunkt für die Pfeillänge zum Nachsehen in der Tabelle. Als Bestelllänge gibt man dem Händler sicherheitshalber noch 5 cm drauf. Da im allgemeinen ein Einsteiger ja das Zuggewicht des Bogens nach und nacht noch erhöhen wird, sollte man in der Tabelle gleich beim nächst höheren Wert nachsehen. Man sollte sich auch gleich noch Ersatzspitzen, Ersatzfletche (Befiederung) und Ersatznocken schicken lassen!

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2.10. Sehne:

Die Bogensehne ist meist aus dem dehnfähigen langsamen Material "Dakron". Diese ist für weite Entfernungen jedoch kaum geeignet. Jedoch schont diese Material und Bogen. Manche Händler geben gegen Aufpreis die sehr viel schnellere Fastflightsehne dazu. Jedoch sind Bögen dadurch bruchanfälliger.

Wenn möglich, empfehlen wir unbedingt eine Fastflightsehne!

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2.11. Finger- und Armschutz:

Arm- und Fingerschutz Sind selbst zu kaufen. Für den Anfang am besten preisgünstiges kaufen, den Fingerschutz mind. eine Nummer größer. Der Armschutz sollte aus Kunststoff sein, damit sich die Sehne nicht daran aufreibt (s.B. bei Leder oder Kunstleder). Es sollten auch Belüftungslöcher für den sommerlichen Schießbetrieb vorhanden sein.

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2.12. Button:

Button Der Button ist eine knopfähnliche Verstellvorrichtung, an der der Pfeil im Bogenfenster direkt anliegt. Der Anlagefederdruck und die axiale Position kann verstellt werden. Wenn der Button im Leihpreis bei ist, ist OK. Bei der eigenen Anschaffung bitte unbedingt beim Training beraten lassen, da es erhebliche preisliche und qualitative Unterschiede gibt. Im ersten 1/4 Jahr braucht man den noch nicht, danach ja.

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2.13. Köcher:

Köcher Da könnte sich jeder Neueinsteiger beim Training mal umsehen, was es da gibt. Köcher werden ausschließlich seitlich am Gürtel getragen. Es hat sich als zweckmäßig erwiesen, wenn die Pfeile nach vorn im Köcher stecken. Es sollten auch mehrere verschließbare Taschen für Kleinmaterial auf dem Köcher angebracht sein.

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2.14. Bogen- oder Fingerschlinge

Bogen- und Fingerschlinge Vom vorschnellen Kauf raten wir unbedingt ab, da die oft aus Plastikband bestehenden Bogenschlingen den Lack des Mittelstückes zerstören. Man kann sich mal beim Training umsehen, was die anderen benutzen.

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3. Preise

Der Leihpreis ist ausschließlich von der Qualität und Menge der Zubehörteile abhängig. Mittlerweile auch von der Bogenqualität. Zur Zeit liegen die Preise bei 65...85 Euro. Leihfrist ist in der Regel 1/2 Jahr.

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4. Händler

Bogenmaterial wird in Deutschland fast ausschließlich per Vesand oder vereinzelt vor Ort verkauft. Eine Liste von Händlern in Deutschland gibt es unter:
Von Sporthäusern in näherer Umgebung ist unbedingt abzuraten, da es dort kein brauchbares Material gibt.

In Berlin gibt es auch Händler. Die Berliner Händler sind meist selbst aktive Bogenschützen, es ist jedoch nicht immer ein Ladengeschäft vorhanden, sie verkaufen sozusagen aus der Wohnung heraus, bzw. nach Terminabsprache. Desweiteren gibt es im gesamten Bundesgebiet Bogenshops, bei denen oft auch ein Internetshop integriert ist.

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5. Nähere infos zum Bogenschießen,

findet Ihr unter Sportforum / Bogenschießen.


Eurer Team von www.BB-Bogenschießen.de

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