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Bundestrainer Oliver Haidn
Bundestrainer Oliver Haidn
Vielleicht machen wir ja daraus eine Fortsetzungsgeschichte. Bereits im ersten Teil war unter anderem vom DSB und dessen verstärkte Fokussierung auf den Bogensport die Rede. Hierzu ein paar weitere Informationen, die in konzentrierter Form so nicht für alle und immer zur Verfügung stehen. Der Präsident des DSB, Herr Helmut Fischer schreibt in seinem Grußwort an die Teilnehmer des diesjährigen Bundesligafinales folgendes. Ich zitiere.

Auch in ihrer 17. Auflage hat die Bundesliga des Deutschen Schützenbundes nichts an Attraktivität verloren. Im Gegenteil – gerade das Bogenschießen gehört zu den Wachstumsbereichen des Schießsports. Wir haben in der jüngeren Vergangenheit sehr positive Aspekte verzeichnen können, sowohl im leistungssportlichen Bereich durch gute internationale Platzierungen, als auch im breitensportlichen, wo immer mehr Menschen sich für diese attraktive Sportart begeistern und in die Vereine gehen.“ 

Soweit der Präsident mit seiner aktuellen Sicht auf den Bogensport, dem der Vizepräsident, Herr Gerd Hamm auf der Delegiertenkonferenz des SV BB im März in Berlin noch einiges hinzusetzte. Besonders hervorgehoben und sehr erfreulich aus Berliner Sicht wurde die Rolle des Bundesleistungszentrums und Olympiastützpunktes Bogenschießen am Standort SFO, an dem 9 Berliner Kaderathleten, vom A bis zum D/C Kader trainieren. Die weitere Unterstützung und deren Ausbau für diesen Standort wurde ausdrücklich betont. Nachdem vor nicht einmal zwei Jahren dieser Standort fast auf der Kippe stand, wäre dieses nun eine durchaus positive Aussicht und auch Anerkennung für die dort geleistete Arbeit und deren Erfolge.

Gerd Hamm, Vizepräsident des DSB
Gerd Hamm, Vizepräsident des DSB
Bereits im Winter bei der WM Qualifikation für Nimes in Kienbaum beschäftigte sich der Bundestrainer Oliver Haidn mit der weiteren Entwicklung des Bogensportes und widmete die Ansprache insbesondere den Nachwuchskadern und ihren Aussichten in den kommenden Jahren. Er skizzierte dem anwesenden Nachwuchs die sich aus seiner Sicht bietenden Möglichkeiten zur ihrer Entwicklung und den Aussichten im Nationalteam. Bei der Deutschen Meisterschaft in Winsen nutzte er die Gelegenheit um zu einer Besprechung mit den verantwortlichen Trainern des C-Kaders, den Trainern des Compoundkaders und dem Disziplinverantwortlichen Feldbogen zusammenzukommen. Ebenfalls geladen die Landestrainer. Neben der Vorstellung des Programms 2014 ging es im speziellen um die mittelfristigen Ziele und den Weg diese zu erreichen, auch über Rio 2016 hinaus. Zielstellungen sind unter anderem:
  • bis 2016 zwei komplette Teams in den Top 16 zu etablieren und deren Mitglieder unter die Top 100
  • auf Bundes und Landesebene die Umsetzung eines nationalen Trainingskonzeptes zu gewährleisten und die Vernetzung der Trainingsstätten in diesem Zusammenhang zu verstärken
Mittel dazu beispielhaft hier angeführt, die Erarbeitung eines Rahmentrainingsplanes Bogen und dies auch altersspezifisch um die Nachwuchs- und Talentförderung zu intensivieren. Stärkung der Trainerkapazität und -qualität durch Gewinnung ehemaliger Kaderschützen. Hierzu werden auch entsprechende Maßnahmen im DSB ergriffen, die sich auf Landesebene fortsetzen sollen. Bei allem Eifer und Enthusiasmus für dieses Programm, dessen Erfolg sich in der Zukunft erweisen wird, sollte man aber nicht vergessen, dass die Basis dafür in der Nachwuchsarbeit der Vereine begründet ist. Hier werden die entscheidenden Grundlagen gelegt, die einen möglichen leistungssportlichen Weg bereiten können. Ein Selbstläufer ist dies jedenfalls nicht. Wenn mittelfristig die Zukunft im Bogensport erfolgreich gestaltet werden soll, so ist nach meiner Meinung zumindest für diejenigen, die sich schon bisher auf diesem Feld hervorgetan haben eine Sicherung und Verbesserung der Basis erforderlich. Dies kann sich nicht nur auf sporttheoretische Belange beschränken, sondern wird sich über den Punkt der Trainerkapazität, der Materialausstattung bis hin zur Schaffung und/oder der Modernisierung von Trainingsstätten erstrecken müssen. Dies kann aber muss nicht immer in Geld ausgedrückt werden, auch das Wort oder die Unterstützung an der einen oder anderen Stelle kann manchmal viel bewirken.

Siehe auch Bogensport en vogue die erste

Bericht: Carsten Rauchhaus
Foto: Carsten Rauchhaus (c)

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