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Symbolgraphik für das neue FTS-Durchschusssystem  
Symbolgraphik für das neue FTS-Durchschusssystem  

Sicherlich recht unerwartet für viele Bogenschützen hat der Weltdachverband, die Worldarchery, heute morgen in einer Sondersitzung nun doch das neue FTS-Scheibensystem mit Durchschusstechnik beschlossen. Lange galt das unter großer Kritik stehende Verfahren als nicht umsetzbar. Am Ende hat die hauchdünne Mehrheit von 52:48% der Stimmen für diese bahnbrechende Entscheidung im Bogensport gesorgt. Der nun endgültigen Entscheidung gingen Monate des Abwägens von Für und Wieder voraus.

Worum geht es beim neuen System? Beim FTS geht es um das Front Target System, bei dem sich der Weltdachverband vor allem an den Kugeldisziplinen orientiert. Dort hat sich schon seit längerem die saubere elektronische Erfassung und Auswertung der Einschusslöcher bewährt. Die Trefferaufnahme funktioniert hier weitestgehend durch optische Messmittel, die anschließend mittels Computertechnik auf real erfassbare Ergebnisse umgerechnet werden. Betrachtet man in Bezug auf die maximal möglichen Werte vor allem die oben immer enger werdenden Rekorde, so erscheint dieser drastischer Schritt des Weltdachverbandes bei uns Bogensportlern schon längst überfällig. So sind z.B. nicht nur die klassischen Wertungen von 10, 9, 8 usw. möglich, vor allem kann man durch die elektronische Erfassung je nach Dichte zum Scheibenzentrum auch Zwischenwerte wie 10.0, 10.1, 10.2 usw. bis hin zur 10.9 erfassen.

Natürlich haben sich die Funktionäre auch Gedanken um die scheibentechnische Umsetzung gemacht. Neu sind dabei die auf Wettkampfentfernung aufgestellten Rahmen mit eingespannter Auflage. Dort auftreffende Pfeile durchdringen diese und hinterlassen die beschriebenen Einschusslöcher. Im exakten Abstand von 1,15m hinter dem Auflagerahmen soll nach dem neuen Verfahren dann der eigentliche Scheibendämpfer positioniert sein. Sowohl Zuschauer als auch Schützen sehen somit nur noch die Scheibenauflagen mit ihren Einschusslöchern. Die doch recht häufig irritierenden Pfeile verbleiben quasi von der Auflage verdeckt dahinter im Scheibendämpfer.

Es ist klar, dass sich das System nun auch in den nationalen Verbänden etablieren muss. Vor allem heißt es für die Vereine ersteinmal, ihre Scheibenaufstellung dem neuen System anzupassen, und eben besagte zusätzliche Durchschusssysteme zu installieren.

Wir sind gespannt, wie sich das neue System dann erstmalig eingesetzt zum Weltcup-2017 in Berlin bewährt ;-)

 

*) Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei der News-Meldung um eine April-Angelegenheit handelt, wir für die Richtigkeit der Meldung keinerlei Gewähr übernehmen, schon gar nicht die Hand dafür ins Feuer legen, erst Recht nicht die eigene ;-)

News in Erfahrung gebracht am 1.April 2017: Holger Hüning (c)
Grafik: Holger Hüning (c)

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