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Berlin-Open 2011 Unglaublich, möchte man meinen. Breitensport trifft auf Spitzensport, so war unsere Devise. Doch den Blick auf die Ergebnislisten gebannt steht ein Name ganz oben bei den Compoundern: Joe Mondry (GER, von BS Bietigheim). Der wollte sein Ergebnis so irgendwie gar nicht breitensporttauglich darstellen,  ballert im Second-Chance Modus doch tatsächlich Full-House, also 150 von 150 möglichen Ringen! Ein bisher unerreichtes Resultat aller Klassen, somit der neue Berlin-Open Rekord im Second Chance bei den Compoundern. Wir gratulieren.

Berlin-Open 2011 Archery

Lediglich der Schweizer Spitzenschütze Patrizio Hofer konnte grad noch so Joes Scheibenlochen folgen, kam mit 2 Zählern weniger auf den 2.Rang und hielt zum Abschluss des Tages eine neue Beiter-Compound Pfeilauflage in den Händen. Na klar, Patrizio wäre eine direkte Teilnahme am Finale lieber gewesen, wie wir im Gespräch erfahren. Doch Materialdefekte ließen seine Hoffnungen in der Qualifikation scheitern, die Vorwettkämpfe vorzeitig abbrechen. Joe hingegen konnte seine Vorrunde auf dem 48.Rand mit 288 und 285 beenden, 573 waren's dann im Gesamten. Für den Einzug in die Eliminations wären aber 579 notwendig gewesen, Welten, so klein sie auch schienen trennten Finalisten und den Rest.

OK, macht nichts, von insgesamt 127 Compound-Herren noch bei den Sachpreisen was zu reißen wäre ja auch nicht schlecht, zumal diese bereits am Wettkampffeld unter dem Tannenbaum auf die Gewinner warteten ;-)

Berlin-Open 2011 Archery

Gedacht, getan, nutzt Joe halt die zweite Chance. Ist ja auch nicht schlecht, ging es dort immerhin um Preise im Gesamtwert von ca. 7.000 EUR. Ein deutlicher Sprung übrigens im Vergleich zum Vorjahr. Zu den Berlin-Open 2010 ging's im Second Chance um 5.000 EUR Gesamtwert. Klar, auch die Teilnehmerzahl ist deutlich gestiegen, waren es 2010 noch 270 Schützen, so standen 2011 bereits knapp 400 Bogenschützen an der Schießlinie. Ebenso sah es bei den teilnehmenden Nationen aus. 2010 hatten 24 Nationen gemeldet, 2011 standen bereits 35 Nationen in den Meldelisten. In ähnlichem Maß gelang dem ausrichtendem Verein, dem BSC BB-Berlin e.V. in Kooperation mit dem Bogensportförderverein BB e.V. auch, gegenüber dem Vorjahr deutlich mehr Sponsoren einzuwerben.

Berlin-Open 2011 Archery

Soweit, so gut. Mehr Preise hieß für das Orgteam im Vorfeld aber auch, diese entpsprechend zu verteilen. Oder anders ausgedrückt, über 65 Preise je nach Klassenstärke auf die vier Klassen Herr.-Comp. Dam.-Comp., Herr.-Rec. und Dam.-Rec. in ähnlichen Wertigkeiten auszuschütten. 49 Schützen wurden somit bedacht, einiges wurde auch in Zwischenrunden während der Wettbewerbe vergeben. Im Recurvebereich kamen die beiden höherwertigen Preise je eines kompletten Bogens direkt von Win&Win. Und bei den Compoundern? Da war der höchstdotierte Einzelpreis ein Luger-Septiv XS 20-60 x 60, dieses im Wert von 330 EUR, gestiftet von Marstall-Bogensport, und von uns vorgesehen für die Compound-Herren.

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Ja, ein wirklich brauchbares Gerät, auf das wir kurz eingehen möchten. Wann liest man schon mal einen Erfahrungsbericht optischer Geräte von Bogenschützen für Bogenschützen. Bei den Berlin-Open 2010 hatten wir euch ja das von Marstall gesponsorte Steiner SkyHawk Pro 10x42 vorgestellt. Doch heute soll es um ein Luger-Spektiv gehen, ein Gerät, auf deren langjährigen Einsatz der Autor dieser BB-News selbst zufrieden zurückblicken kann. Rein von den geometrischen Werten lässt sich die Lichtausbeute anhand der Vergrößerung (20 bis 60-fach) und dem Objektivdurchmesser (60mm) berechnen, d.h., 60 mm / 20 ergäbe eine Austrittspupille von 3mm, die im allgemeinen als ausreichend lichtstark angesehen wird. Zum Vergleich, bei einer Austrittspupille von 1,5 bis 2 mm erscheint der Bildbereich optischer Geräte allgemein eher als lichtschwach und kontrostarm. Bei dem vorliegendem Spektiv wäre dieses demnach theorietisch ab Zoomfaktor 30 zu erwarten. Je größer man also den Zoom einstellt, desto kleiner wird die Austrittspupille, oder anders ausgedrückt, mit zunehmend eingestellter Vergrößerung ergibt sich ein lichtschwächeres Bild. Für den Praxiseinsatz bei uns, dem BSC BB-Berlin, hatte sich 20 bis hin zu 35-fache Vergrößerung als bester Kompromiss aus Lichtausbeute & Vergrößerung für 70m ergeben. Selbst mit beginnender Dämmerung beim abendlichen Training war der Bildbereich noch immer ausreichend kontrastreich erkennbar. Man erkennt, die geometrischen Werte allein sind nicht alles, auch die Qualität ist maßgeblich. Im Gegensatz zu höherwertigen Ferngläsern mit Mehrfachvergütung gibt der Hersteller beim Luger-Spektiv 'nur' eine Vollvergütung an. Das ist jedoch auch bei den meisten anderen Hersteller in dieser Preisklasse üblich. Doch die Vollvergütung scheint überaus gelungen, so bildet der Bildbereich kontrastreich, scharf und gleichmäßig ab. Randverzerrungen sind nicht zu erkennen. Auch sind bisher keine Reflexionen aufgefallen, wie sie ab und an bei ungünstig verbauter Optik oder unzureichend geschwärztem Innengeäuse optischer Geräte auftritt. Das Luger-Spektiv ist innen mattschwarz eingefärbt, das Gehäuse reicht weit über das Objektiv hinaus, um auch gegen quereinfallende Lichtstrahlen gewappnet zu sein.

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Die Austrittspupillle am Okular scheint ausreichend weit von der Okularlinse entfernt. Brillenträger stülpen die Gummistulpe in Richtung Linse einfach um, der Abstand Okularlinse zum Auge bleibt nach wie vor gewahrt, und man kann noch immer den gesamten Bildbereich erkennen. Ohne Brille lässt man die Gummistulpen am Besten draussen, der Gummi schirmt an der Augenhöhle für den Fall zuverlässig vom Umgebungslicht ab. Beim Einstellen der Zoomstufe ist diese spielfrei und wunderbar weich bedienbar. Zur Montage auf einem Stativ ist im Schwerpunkt des Spektivs mittig ein Ringträger montiert, auch dieser lässt sich weich und angenehm verstellen. Dadurch kann das gesamte Spektiv, somit der Schrägeinblick in jede gewünschte Position verdreht werden. Ein weiteres Qualitätskriterium ist die Wasser- und Dampfdichtigkeit. Bei optischen Geräten wird dieses durch eine dauerhafte und abgedichtete Gasfüllung realisiert, meist Stickstoff. Dadurch kann sich innen bei entsprechendem Wetter keine Feuchtigkeit absetzen, die Linsen bleiben daher auf der Innenseite des Gerätes jederzeit frei von Beschlag, der Bildbereich letztendlich störungsfrei klar. Mit einem Eigengewicht von mehr als einem Kilo ist das Luger kein Leichtgewicht, was aber nicht nachteilig ist. Oft ist dieses einer aufwändigeren Optik geschuldet, irgendwie beruhigend. Für solch ein Spektiv sollte ein stabiles Stativ eingesetzt werden. Oft ist deren Qualität für wackelfreie Bilder ebenso maßgeblich, wie die optische Qualität des eingesetzten Stativs selbst. Beim Luger ist ein einrasterbarer Objektiv-Staubschutzdeckel, eine schraubbare Okularschutzkappe und eine Tragetasche mit beigelegt. Optische Geräte gehören bei Marstall-Bogensport übrigens fest zum Programm.

Berlin-Open 2011 Archery

Für Interessenten vielleicht noch ein Tipp: Am eigenen Spektiv war bei uns die Okularschutzkappe dem ständigen Verstauen in der Bogentasche nicht dauerhaft gewachsen, Haarrisse am Kunststoffdeckel waren die Folge. Kurzerhand wurde der  Innendurchmesser eines einfachen Spraydosendeckels innen mittels Klebeband angepasst, schon ergab dieses eine wunderbare zweite Schutzkappe, die sich seither über die Okularseite stülpen lässt und dort auch selbstsitzend klemmt ;-)

Kommen wir zurück zu den weiteren Gewinnern im Modus Second Chance. Die erstplatzierte Compound-Dame Karina Granitza (GER, von CFB Soest) durfte sich über ein Komplett-Stabisystem von ArcTec Pro-XXL sowie einen Satz Carbonpfeile Carbon Impact von Bogenwelt.de freuen. Mit 159 Startern war die Klasse Recurve-Herren am zahlreichsten vertreten, somit wurden dort auch mit 21 Preisen am meisten ausgeschüttet. Den ersten Platz belegte hier Christian Wild (GER, von SV Litzelstetten). Ebenso wie Mix Haxholm (TAI, gestartet für das Team Beiter) nahm auch er einen neuen
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Win&Win Bogen samt Wurfarmen im Empfang.

Doch ganz so zielgerichtet auf die Sachpreise ging's dann doch nicht los, denn wer was zu erwarten hatte wurde vorher natürlich nicht verraten. Die Preise lagen allesamt weihnachtlich wohldekoriert und für jeden sichtbar am Wettkampffeld, wie gesagt, dort unter dem Weihnachtsbaum. Und logo, der Schießmodus ist knall hart, hier im Second Chance kamen Speziel-Spots zum Einsatz. 5 Ringförmig angeordnete Spots, die sich gemeiner Weise an den Schnittpunkten auch noch überdeckten. Doch Joe schien dies alles nicht zu stören, wer sein Rohre in die 10er macht, der macht sich um den Randbereich eh keine Sorgen, die Danage-Dämpfer hingegen schon. Einseitigem Auslochen hält irgendwann auch der beste Dämpfer nicht stand, ab und an kam es zum Scheibenwechsel ;-(

PS: Es ist für uns als Ausrichter dieses internationalen Preisgeldturnieres angenehm zu hören, wenn ein Gewinner auch im Nachhinein beim Sponsor einen Gruß hinterläßt. Marstall-Bogensport wusste dieses zu schätzen ;-)

Bericht: Holger Hüning (c)
Fotos: Wolfgang Schwarz, Holger Hüning (c)



Pressemitteilungen zu den Berlin-Open 2011:
>>> Pressemitteilung - Berlin-Open 2011 im Bogenschießen

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>>> Die Berlin OPEN 2011 - Ein Rückblick
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