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Die Bewerbung war so präzise und treffsicher wie die SG Bergmann-Borsig mit Pfeil und Bogen umzugehen versteht: Das "Grüne Band" ist der Preis dafür. Verleihung: Am 12.11. in Berlin

Junge Bogenschützen bei Bergmann-Borsig Berlin  
Die SG Bergmann-Borsig verliert das Ziel nicht aus den Augen  

Bogenschießen - das sieht ebenso einfach wie elegant aus - aber es hat durchaus seine Tücken. Bogenschießen, für einige eine ungewohnte, wenig vertraute Sportart, für andere ein Hobby, oder ein Beruf. Bisweilen sogar Passion. Fakt indes ist: In Deutschland erlangt der Präzisionssport mit Pfeil und Bogen keinen besonders hohen Bekanntheitsgrad und steht weit hinter den populären, medienpräsenteren Sportarten" zurück.

Trotzdem gibt es einen Verein hierzulande, der regelmäßig auf sich aufmerksam macht. Zum dritten Mal inzwischen wurde nämlich die SG Bergmann-Borsig e.V. mit dem "Grünen Band" für Jugendförderung ausgezeichnet und hat obendrein nicht nur historische, sondern auch aktuelle Erfolge vorzuweisen.

Derzeit vereinigt die Abteilung Bogenschießen der SG über 230 Sportler der unterschiedlichsten Bereiche und Disziplinen - vom olympischen Recurve über Compound-Bögen und das Feld und 3D-Schießen bis hin zum Kyudo. Vielfältigkeit und Beständigkeit zeichnet den Verein aus, der 1946 als Betriebssportgemeinschaft gegründet wurde und erst 22 Jahre später Zuwachs durch die Sparte Bogenschießen bekam. Damals stand den Gründungsmitgliedern kaum Material für das Training zur Verfügung - und ausgebildete Trainer gab es nur wenige; die meiste Zeit waren die Schützen auf sich allein gestellt.

Das ist heute freilich ganz anders. Das unprofessionelle Umfeld von damals ist dem Leistungssport und entsprechenden Strukturen gewichen. Vieles hat sich verändert, man hatte erkannt, dass vor allem in der Jugend das Potential steckt, das gefördert werden muss. Seit 1997 können Kinder und Jugendliche Bogenschießen als Leistungsfach an der Eliteschule des Sports "Werner-Seelenbinder-Gesamtschule" besuchen und sich somit optimal auf den Sport und den Lehrstoff gleichermaßen konzentrieren.

Nachwuchsförderung war und ist nicht nur ein besonderer Schwerpunkt, sondern auch Antriebsfeder der SG Bergmann-Borsig, was nun - nach 1995 und 2002 - erneut mit dem "Grünen Band" prämiert wird. Zahlreiche jugendliche Schützen haben in den letzten Jahren an Junioren-Europacups teilgenommen, bei Europa- und Weltmeisterschaften mitgeschossen und Medaillen errungen.

Der Name Bergmann-Borsig ist in der deutschen Schützenszene bekannt und geachtet. Bei allen bisherigen Deutschen Meisterschaften stellten die Brandenburger die erfolgreichste und größte Delegation. Cornelia Pfohl, die Olympiamedaillen-Gewinnern 1996, ist Ehrenmitglied des Vereins. Zusammen mit Wiebke Nulle, dekoriert mit 20 deutschen Meistertiteln, wurden sie Siebte in der Mannschaft bei den Olympischen Spielen 2004.

Neben den Erfolgen, die sich in Ranglisten nachlesen lassen, gaben auch die Kooperation mit Schulen der Umgebung, die Kaderentwicklung, die Trainersituation, und die Förderung der Nachwuchstalente unter konzeptionellen Gesichtspunkten den Ausschlag. In allen Bereichen konnte die SG überzeugen und bewies durch ihre dritte Prämierung einmal mehr die Beständigkeit und Beharrlichkeit ihrer Arbeit im Jugendbereich.


Quelle: Deutscher Olympischer Sportbund in der Presseerklärung und online vom 10.11.2008


Alle Berichte zur Preisverleihung Das Grüne Band der Dresdner Bank 2008:
>>> Presse Online - DOSB: Gewinner: SG Bergmann-Borsig
>>> Preisverleihung: Das Grüne Band für 2008 geht an BB
>>> „Grünes Band“ an Bergmann-Borsig Berlin

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