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Bundesliga im BogenschiessenWir schreiben das Jahr 23 nach Beginn der Zeitrechn..., ähm, also nach Beginn der Bundesliga, die damals 2017/18 ihren Anfang im Sportforum-Berlin nahm. Wir erinnern uns, es war der legendäre Gewinn des jüngsten BL-Team aller Zeiten, allesamt Schützen von BB-Berlin und stationiert in der am Standort ansässigen Sportschule. Seither gab es auch bei uns Auf- und Abs und so manches Jahr musste man zwischenezeitig auch mal gegen einen drohenden Abstieg kämpfen. Und doch, letzten Endes gelang dem Verein der seither ununterbrochene Einzug in das Bundesliga-Finale im Kampf um die Meisterkrone. Bisheriges Resümee der insgesamt 17 Medaillen waren 5x BL-Gold, 6x Silber und 6x Bronze.

Nun sind auch für die aktuelle Saison 2018/19 die vier Spieltage absolviert. Bereits am dritten Spieltag waren in der Gruppe Nord erste Vorentscheidungen eingefahren. Während die Schützen vom SV GutsMuths Jena bereits ihr Finalticket sicher hatten stand der Bogensportclub BB-Berlin erstmal nur mit halben Bein im Finale. Für die sichere Teilnahme mussten am 4. Wettkampftag bei einer durchaus möglichen Konstellation von 7 Siegen für den Tabellen-Fünften SV Querum lediglich ein Sieg oder alternativ zwei Unentschieden erbracht werden. Die Wahrscheinlichkeit des einen Sieges schien für den 6-fachen Bundesligameister BB-Berlin aber mehr als realistisch. Daher also die Ausgangslage für den 4. Wettkampftag: Jena und Berlin kommen in's Finale, dass am 23. Februar in Wiesbaden ausgetragen wird. Berechtigt zur Teilnahme sind dann die vier erstplatzierten BL-Vereine der 1. Bundesliga jeweils aus Gruppe-Nord und Süd.

Beim Blick auf das weitere Feld der Gruppe-Nord dann die Überraschung, vom 3. bis zum 8. Platz haben sämtliche Teams noch die Chance für's Finalticket. Na so ein Schlamassel für die besten, denn auch sie müssen sich nun echt strecken. Während Dauelsen um den dreifachen Weltmeister Sebastian Rohrberg wohl noch das größte Punktepolster hat liegen der Blankenfelde, Querum, Zierenberg und Sherwood mit lediglich 5 Punkten Differenz zueinander absolut auf Augenhöhe. Lediglich Oberauroff scheint etwas abgeschlagen. Aber wie gesagt, rein theoretisch hätten auch diese eine Chance.

Gleiches Gedankensiel beim Kampf gegen den Abstieg, den die beiden letzten der Gruppe-Nord drohen. Jena und Berlin lassen wir da mal aussen vor. Auch Dauelsen braucht eher wenig zu befürchten. Aber für das weitere Feld von Blankenfelde, Querum, Zierenberg, Sherwood und Oberauroff wird die Sache bei ungünstigster Gewinn/Niederlage-Konstellation für zwei davon den Abstieg bedeuten. Und das ist so klar wie Klosbrühe.

So weit, so gut. Gehen wir nun nach der Vorbetrachtung also in den vierten Wettkampftag und verfolgen in dere Tabelle die jeweilige Rangfolge nach jedem Match:

BL-2018/19 Tag-4  

Bundesliga-2018/19 Entwicklung während des 4. Wettkampftages

 

Eher unspektakulär konnte sich zwar Oberauroff nicht retten, gewinnt dafür aber immerhin einen Achtungssieg im 2. Match gegen Blankenfelde. Der zweifache BL-Meister Shwerwood kommt anfangs so richtig gar nicht in die Gänge, gerade mal zwei Unentschieden gegen Blankenfelde und Dauelsen in Match 3 und 4 sind echt zu wenig. Erst durch besseres Abschneiden in der zweiten Tageshälfte können sie sich gegen den drohenden Abstieg retten. Zierenberg hilft anfangs zwar der Sieg gegen Berlin, um in der ersten Tageshälfte zumindest die Position zu waren, im zweiten Wettkampfabschnitt kommt dann aber doch zu wenig und man rutscht zugunsten Sherwoods auf den vorletzten Platz, was den Abstieg in die 2.BL bedeutet.

Nun das interne Duell des Überraschungs-Silbermedaillengewinners Blankenfelde gegen den zweifachen Bundesliga-Gewinner Querum. Während Querum drei Siege und zwei Unentschieden einfahren kann (8 Matchpunkte) sind es bei Blankenfelde gerade mal jeweils ein Sieg und ein Unentschieden (3 Matchpunkte). Statt Blankenfelde nun also Querum im Bundesliga-Finale.

Den wohl späktakulärsten Finaleinzug mit den meisten Tagespunkten von 13 Matchpunken sichert sich Dauelsen. Grandiose 6 Siege und ein Unentschieden für das Team. Sie halten wohlverdient ihren dritten Platz und ziehen absolut verdient in das BL-Finale ein. Um die Favoritenrolle der ersten vier Teams mal herauszustellen, 10 Matchpunkte waren es am Tagesende für Jena (4 Siege und 2 Unentschieden) und 9 Matchpunkte für Berlin (4 Siege und 1 Unentschieden).

Bleibt am Tagesende also festzuhalten, es gab lediglich oben am Tabellenanfang der beiden Führenden Jena und Berlin eine Vorentscheidung. Die beiden weiteren Finalisten Dauelsen und Querum haben vor allem durch ihr überaus erfolgreiches Abschneiden am letzten Wettkampftag ihr Finalticket sichern können.

Bericht: Holger Hüning (c)
Grafik: Holger Hüning

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