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FITA-Recurve FITA-Compound Traditionell
SpineAls statischer Spine bezeichnet man die definierte Durchbiegung eines Pfeils zwischen zwei festgelegten Auflagepunkten.

Dazu gibt jeder Pfeilhersteller für alle Spines seiner Pfeile eine eigenen Größenangaben an, also eine Ziffernfolge, die jedoch mit der Größenangabe anderer Hersteller kaum vergleichbar ist.

Der Spine stellt dabei einen universell vergleichbaren Code aller Hersteller und Sorten dar. Im Prinzip ist es die Durchbiegung eines Pfeils, der auf zwei 28 Zoll voneinander entfernten Auflagepunkten liegt und mittig mit einem definierten Gewicht belastet wird.

Je mehr sich der Pfeil dabei durchbiegt, umso weicher ist er also. Entsprechend ist er um so steifer, je weniger er sich unter der Belastung verbiegt. Und so läßt sich auch erklären, dass eine Zahlenangabe mit großem Wert einen weichen Pfeil charakterisiert, demgegenüber zum Vergleich eine kleinere Zahl eher einen harten Pfeil.

Dieser muss bei der Neuanschaffung von Pfeilen auch berücksichtigt werden, denn es kommt auf die richtige Abstimmung von Zuggewicht des Bogens, Geschwindigkeit des System Sehne/Pfeil und die passende Steifigkeit des Pfeils an.

Als statischen Spine bezeichnet man nun die Angabe des Pfeils, so wie der Hersteller ihn ermittelt hat. Dieser spiegelt sich letztendlich auch in die Pfeiltabelle wieder.

Wurde nun ein Satz Pfeile entsprechend der Pfeiltabelle gekauft und ausprobiert, so muss der laut Tabelle ausgewählte Pfeil nicht zwangsläufig auch zum eigenen Material passen. Eventuell sieht man dem Pfeil beim Abschuss bereits schlechte Flugeigenschaften an, im schlimmsten Fall schlägt er sogar am Bogen an.

Diese Flugeigenschaften sind jedoch vom Bogen- und Pfeilzubehör abhängig.

dynamischer SpineBogenabhängig deshalb, weil hochwertige Wurfarme meist auch eine höhere Geschwindigkeit besitzen, diese dann auf Sehne und Pfeil übertragen. Daraus resultieren höhere Kräfte auf das Nockenende des Pfeils, dem als Gegenkraft lediglich das Spitzengewicht entgegen wirkt. Der Pfeil biegt sich dann im Abschuss stärker durch, sein Spine ändert sich also dynamisch. Ähnliches erreicht man auch durch eine schnellere und dünnere Sehne. Selbst eine Kombination aus glatterer Mittelwicklung und schnellem Tab führt zur höheren Kräften auf das Pfeilende.

Und Pfeilabhängig deshalb, da man dies auch durch Verringerung des Gewichtes der Befiederung, deren Art und ihrer Länge oder Erhöhung des Spitzengewichtes erreicht. Würde man den Pfeil einfach länger als notwendig lassen, oder das Zuggewicht der Wurfarme erhöhen, so würde sich der Pfeil auch im Abschuss stärker durchbiegen. Insgesamt spricht man dann davon, dass der Pfeil sich mit seinem dynamischen Spine weicher verhält.

Anders herum führt aber beispielsweise eine dickere oder dehnbarere Sehne, kürzere Pfeile, schwerere Befiederung, im Zuggewicht leichtere Wurfarme, leichtere Spitzen usw. zu einem Pfeil, dessen dynamischer Spine steifer ist.

Selbst die Art des Lösens der Sehne von den Fingern wirkt sich starkt auf den dynamischen Spine aus. Ein sauberer Abschuss, also das weiche gleichmäßige Lösen ist überhaupt erst die Vorraussetzung zur Beurteilung des Pfeilflugs.

(C) www.Bogenwiese.de
Tipps & Tricks für Bogenschützen
Autor:
Fotos/Fotobearbeitung:
Holger Hüning (c)
Wolfgang Schwarz (c)
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