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Standhaft durch den Bügelverschluss

Gabriel-Bogenständer zum Test Bei Bergmann-Borsig BerlinWer kennt ihn nicht, den Bügelverschluss. Unser über alles geliebter Werner ließt diesen so richtig knallen, meist im Kino, logisch, und dies in der Regel bevor er mit Kumpel Eckart mal so richtig wieder einen draufmacht. Doch hätte der Zeichner des Comics bei Wernas Geschichten und deren Hingabe zum Thema Bügelverschluss nie im Leben nicht an die überaus verantwortungsvolle Aufgabe eines festen Standpunktes, geschweige denn an Design und Funktionalität für Gerätschaften beim Bogenschiessen gedacht.

Doch wir schon, denn genau solch eine Gerätschaft findet sich heute zum Test in unseren Händen: ein Bogenständer der Firma Gabriel.

Vor allem besagter Bügelverschluss findet sich in überaus praktischer Bauweise in Form eines Steckverschlusses am Ständer. OK, für Werner wäre der Bügelverschluss gewissermaßen das Tor zum ergiebigen Nass. Für uns jedoch ist es lediglich ein Begriff, der das Design des Bogenständers im Gesamten am ehesten beschreibt. Doch der eigentliche Steckverschluss funktioniert natürlich anders, eben durch Ineinanderstecken der Teile.

Überaus praktisch erweist es sich dabei, dass sich diese beiden bügelartigen Beine des Ständers durch einen jeweils in der Mitte platzierten Schlitz ineinander schieben lassen.

Doch der Reihe nach. Erstmal die Verpackung und was denn so alles mit bei ist. Immerhin ist  der Bogenständer mit knapp 60 Euro bereits im höheren Preissegment angesiedelt, vergleicht man dieses mit seinen Kollegen Gabriel-Bogenständer zum Test Bei Bergmann-Borsig, die Einzelteileanderer Hersteller. OK, also die Verpackung: alles zusammen ist in eine stabile durchsichtige Kunststofftüte gepackt, bei dem uns vorliegendem Exemplar innen nochmals eine Verpackungstüte. Darin dann ein Papier mit Herstellerlogo, sowie ein Zettel mit Hinweis zum richtigen Anbau der Sehnenkerbenaufnahme. Als Material für den Bogenständer wurde Aluminium gewählt, wodurch dieser im Vergleich zu früher üblichen Bogenständern einen deutlichen Gewichtsvorteil aufweist. Es gibt jedoch auch noch weitaus  leichtere Bogenständer, einen davon hatten wir im BB-Tipp-004: Leichter Bogenständer vorgestellt. Konstruktionsbedingt musste dieser auch leichtgewichtiger ausfallen, denn der Bogenständer bestand im Wesentlichen aus filigranen Alurohren. Die Teile des Gabriel-Bogenständers hingegen sind aus Vollmaterial, außen eloxiert. Der Hersteller bietet momentan vier Farbkombinationen an: rot, blau, schwarz und weiß.

Gabriel-Bogenständer zum Test Bei Bergmann-Borsig, Montage Ständer mit FussDann der Zusammenbau: Einer der beiden Ständerfüße ist mit einem kreisrunden Durchbruch versehen, passend dazu befindet sich am unteren Ende des Teils mit der Bogen- und Sehnenaufnahme das Gegenstück. Beides wird ineinandergesteckt und sitzt recht passgenau. Von unten wird dann das zweite Bügelbein eingeschoben. Dieses besitzt dazu oberhalb einen Schlitz, auch dieses überzeugt durch relativ gut zueinander abgestimmte Maße und lässt sich ohne zu Klemmen in den unten eingearbeiteten Schlitz der Gegenseite einbringen. Besonders positiv dabei: Der Bogenständer ist in maximal 5 Sekunden fertig montiert.

Der Funktionalität wegen hat der Hersteller hier mehr Aufwand betrieben, denn in jedem der beiden bügelartigen Ständerbeine ist ein kleiner Magnet eingearbeitet, wodurch nach der Montage nichts Gabriel-Bogenständer zum Test Bei Bergmann-Borsig, Magnete zum sicheren Haltauseinander fallen kann. Der so montierte Ständer wirkt zwar in die Hand genommen ein klitzeklein wenig  wackelig, aber dies ist auch verständlich. Denn entsprechend einem guten Händling beim Zusammenbau müssen sämtliche Teile zueinander ausreichend toleriert sein. Dieser Eindruck schwindet jedoch, stellt man den Bogenständer auf den Boden, dort steht er gut und stabil, auch mit einem Bogen. Die Materialstärke der Alu-Flachprofile wurde so gewählt, dass nichts schwankt oder nachgibt, der Ständer im Gesamten aber immer leicht erscheint. Etwas Unschön hingegen ist, dass sich nach mehrmaligen Zusammenbau leichte Schleifspuren an den aufeinander montierten Teilen bilden. Jedoch sind diese dann nur bei zerlegtem Ständer sichtbar. Beim fertig montierten Ständer hingegen werden diese Spuren ja entsprechend verdeckt, stören also nicht das Erscheinungsbild.

Ein weiterer positiver Aspekt für Funktion und Design ist die Bogenaufnahme, Sehnenführung und die höhenverstellbare Sehnenkerbenauflage. Denn alle drei Funktionen vereint das senkrechte Ständerteil auf einfachste Weise, sieht dazu noch ausgesprochen schick aus. Insgesamt ist dieses Teil also geschlitzt, führt so beim Ablegen des Bogens die Sehne. Diese wiederum fängt die in der Höhe einstellbare Sehnenkerbenaufnahme aus Kunststoff auf. Das obere Ende des geschlitzten Ständers ist zur Gabel Gabriel-Bogenständer zum Test Bei Bergmann-Borsig, Gabel für die Griffschaleausgeformt, wodurch diese wunderbar die Griffschale eines Bogens aufnehmen kann. Rechts und links der Gabel sind hakenartige Aufnahmen integriert. Dies wird mit Sicherheit Bogenschützen freuen, die z.B. während einer Wettkampfpause einen Möglichkeit zur Unterbringung von Tab, Armschutz oder dem Fernglas suchen.

Die Verarbeitungsqualität des Bogenständers überzeugt. Sämtliche Kanten sind umlaufend sauber mit einer Fase versehen, außer die der Schlitze. Scharfkantige Bereiche z.B. durch Grat sind uns im Aussenbereich nicht aufgefallen. Beim näheren Hinsehen weisen lediglich einige wenige Frässpuren an der Aussenkante auf den eigentlichen Herstellungsprozess hin. Speziell bei der Gabel sind wir uns nicht ganz sicher, ob an dieser Stelle nicht möglicher Weise eine noch weichere Verrundung für den Gebrauch günstiger gewesen wäre, da diese die meist recht anfälligen Griffschalen besser vor dem Zerkratzen schonen würde. Apropos Zerkratzen: Auch wenn dies bei solchen Bogenzubehör nicht üblich ist, aber genial wäre, wenn der Hersteller die Verpackungstüte so gestalten würde, dass diese auch als dauerhafte Schutzhülle genutzt werden kann. Natürlich müsste man dabei die drei Aluminiumteile getrennt verstauen können, damit diese sich beim Transport nicht gegenseitig aneinander reiben können, so dass die Oberfläche geschont wird. Vielleicht alles in Form drei einfacher Schutzhüllen?

Aber insgesamt hinterlässt dieses Bogenständer auf uns einen recht guten Eindruck, ja, auch wenn er preislich im eher gehobenen Bereich angesiedelt ist.

Zurück zum Werner. Wäre er Bogenschütze und müsste seine Vorstellung von Bügelverschluss mit dem Bogenständer hier vergleichen, dann würde er während des Trainings mit Sicherheit der Bogengerätschaft den Vorzug geben, den Bogen zwischen den Serien voller Vertrauen in dessen Hände, ...äh..., Gabel legen. Doch nach dem Training darf dann auch ruhig mal zur andren Art des Bügelverschlusses gegriffen werden, einem herrlich kühlen Nass ;-)

(C) www.Bogenwiese.de
Tipps & Tricks für Bogenschützen
Autor:
Fotos/Fotobearbeitung:
Holger Hüning (c)
Holger Hüning (c)


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