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Tipps und Tricks für Bogenschützen, Gabriel-Wizard im Test
Das insgesamt filigrane Design beginnt bereits in der Konzeption der einteilig-länglich gehaltenen und vorn abgerundeten Edelstahl-Gewichte mit 18 mm Durchmesser, die weich in die 10 mm Stabistangen auslaufen. Deren Edelstahl-Fußhalterung weitet sich wiederum auf 14 mm auf, und passt somit im harmonischen Gesamtbild wunderbar zu dem 15 mm Durchmesser der Adapterschraube der C-Bar. Auch die TFC's mit gerade mal 26 mm Durchmesser passen sich durch ihre längliche Form der schlanken Bauweise bestens an. Auch wenn es in früheren Jahrzehnten bereits TFC-System mit dünnen Stahlstangen gab, so stellt dieses neuartig filigrane Erscheinungsbild des Gabriel-Wizard-Systems mit seinen ultra-leichten Komponenten in seiner Gesamtheit eine völlig neue Interpretation dar, darauf muss sich der Schütze tatsächlich ersteinmal einlassen, war er im aktuellen Trend eher auf zunehmend voluminösere Sabilisationen des Wettbewerbs geeicht. Technische Vorteile des 10 mm Stabisystems würden sich bereits bei böigem Seitenwind ergeben, da deren Angriffsfläche im Vergleich zu üblichen Systemen erheblich weniger Windlast auf den Bogen, und somit ruhigeres Zielen bedeutet. Beim Stichwort ruhiges Zielen käme vor allem der fussgedämpfte TFC-Mono zur Anwendung, der nach Herstellerangaben eventuelle Schwankungen durch Zitterbewegungen eliminieren würde. Ein Aufschaukeln des Systems konnte beim Test jedenfalls nicht beobachtet werden, die Sache mit dem ruhigen Zielen funktioniert. Ob das tatsächlich aber am fußgedämpften System liegt würde sich sicher bei weiteren Tests im direkten Vergleich mit verschiedenen Systemen des Wettbewerbs zeigen...

In der Praxis am Testsystem hat sich auch das einheitliche Befestigungssystem bewährt, alles sitzt jederzeit gut und fest, keinerlei Lösen, Verdrehen oder gar zu fester Sitz. Um dieses optimal und einheitlich zu gewährleisten ist sowohl an den TFC's als auch der Befestigungs-Schraube der C-Bar jeweils ein Absatz integriert, für den Gerhard Gabriel passend einen kleinen Maulschlüssel mit Schlüsselweite 12 sowohl für jede Spinne als auch jeden Stabisatz mitliefert. Leichtes handfestes Anziehen mit dem Schlüssel, und gut ist. Der Stahlsockel der Solo-Stabistangen ist zwar zusätzlich mit einer Bohrung zum besseren Anziehen z.B. mittels Imbusschlüssel ausgestattet, am Testsystem reichte aber auch hier einfaches handfestes Anziehen ohne jegliche Hilfsmittel vollkommen aus.

Vor allem die Genauigkeit der metrischen M6-Endgewichte sowie die maßgenauen Gewindeabsätze beeindrucken. Beim Aufsetzen der Gewichte umschließen diese sogar das Endstück der Stabistange. Aufsetzen, ein wenig handfest Anziehen, und die Gewichte halten auch über Monate hinweg zuverlässig fest, ohne sich dabei zu lockern. Ebenso leicht lassen sich diese auch wieder abnehmen. Das tief im Gewicht eingelassene Gewinde mit Aushöhlung erleichtert die Montage übrigens erheblich, was vor allem beim zwischenzeitigen Gewichte-Wechsel am Testsystem auffiel. Im Vergleich zu ihren zölligen Kollegen des Wettbewerbes kommt Gerhard Gabriel für einen sicheren Sitz der Gewichte vor allem die flachere Steigung metrischer Gewinde zugute, wodurch sich ein besserer Reibkoeffizient ergibt, der wiederum für genau diesen guten Reibschluss zwischen Stabi und Gewicht sorgt ;-D
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