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Tipps und Tricks für Bogenschützen, Gabriel-Wizard im Test
Und weiter geht's mit dem Wizard-System am Compound. Hier werden nach klassischem Vorbild gern und oft satte, schwere und vor allem lange Monos meist ohne Spinne geschossen. Der sehr kopflastige Monostabilisatior soll vor allem für ein ruhiges Zielen sorgen, darf aber bereits beim Heben des Bogens und vor allem beim Zielvorgang keinesfalls Aufschwingen.

Für die senkrechte Balance montieren sich die meisten Compounder im unteren Bereich des Bogens noch zusätzlich Ausgleichs-Gewichtssysteme, in der Regel ist dieses ein schräg nach unten gerichteter Seitenstabi. Ein weiterer Vorteil besteht darin, damit das vergleichsweise massiv-seitenlastige Compound-Visier auszugleichen, indem am Ausgleichssystem entweder die Seitenneigung dem Visier entgegengesetzt oder das Endgewicht entsprechend angepasst wird.


Dies wäre auch für unseren Test die Ausgangslage. Bleibt noch zu erwähnen, dass am Testbogen der auch zuvor mit anderen Stabi-Systemen verwendete Ölschockdämpfer an der Monobuchse als zusätzliches Frontgewicht und Monoverlängerung unverändert montiert war. Somit bleibt auch der direkte Vergleich zu Systemen des Wettbewerbes gewahrt. Der geschossene Bogen ist übrigens ein Hoyt pro Comp Elite mit etwa 56 lbs.

TFC-Mono mit zwei TFC-Ausgleichs-Stabis

Tipps und Tricks für Bogenschützen, Gabriel-Wizard im Test
Vielleicht erstmal vorweg, der Bogen war gerade zwei Tage zuvor in guten Händen bei HL-Customstrings, wurde dort mit einem niegel-nagel-neuen kompletten Kabelsystem ausgestattet, und durch Henning gleich auch noch absolut perfekt eingestellt. Beste Voraussetzungen also für unseren Test. Die Rollen laufen nun wunderbar synchron, der Bogen wirft absolut gerade, irgendwelche Momente, denen der Mono entgegenwirken müsste, waren in der Grundeinstellung weitestgehend ausgeschlossen.

Für die Tests hatte Gerhard Gabriel uns extra eine abgeänderte Version der neuen Wizard-Minis geschickt. Waren es für den Recurve-Bogen in der Vorabversion die Wizard-Mini-5'', so lagen diese nun also in der 7''-Version vor. Und tatsächlich, ideale Kandidaten am Compoundbogen als Ausgleichssystem. Geschossen wurden diese im Test bewusst wie auf den Fotos abgebildet zweiseitig, schließlich sollte einerseits die senkrechte Balance best möglich funktionieren, andererseits die Dämpfung weitestgehend komplett von den Wizard-TFC's übernommen werden. Die Visierseite war dabei mit kleinem 60 Gramm-, und die Ausgleichsseite mit mittlerem 100 Gramm-Gewicht ausgestattet, letztere mit etwas mehr Seitenwinkel. Der Mono wurde wie auch beim Recurve-Bogen mit schwerem 140 Gramm-Gewicht bestückt.

Das neue Gabriel-Wizard System mit dem fußgedämpften Mono-TFC verrichtet hier tatsächlich sehr gute Arbeit, Heben des Bogens und Zielvorgang ohne irgendwelches Nach- oder Aufschwingen können ungestört vonstatten gehen. Das Zielen mit dem 30''-Mono (entspricht einem klassischen 34''-Mono) funktioniert wie man es erwartet ruhig. Positiv viel auf, dass bei eingebrachter Unruhe durch Heben des Bogens, im Auszug oder beim Ankern der Wizard-TFC am Mono tatsächlich sehr schnell Ruhe in das Gesamtsystem bringt. Das wiederum würde heißen, der Schütze käme schneller zum Schuss, kostbare Zeitersparnis, die sauberes Schießen ermöglicht. Das beim Recurve erwähnte minimale und einmalige Nachschlagen des Monos innerhalb des TFC's war am Compound generell gar nicht mehr zu bemerken. Es gab beim und nach dem Abschuss auch keinerlei Restschwingungen. Der Bogen ist mit dem System sehr leise und vibrationsarm. Im Test ist der Gesamteindruck tatsächlich ein insgesamt sehr angenehmes Schießen, bei dem die Trefferbilder auf 70 Metern im Vergleich zur bis dahin eingesetzten Stabilisation eines steifen Rohrsystems mit Kopfdämpfung absolut vergleichbar waren.

Erste Eindrücke haben wir auch in einigen High-Speed Szenen gesammelt. Eventuell schneiden wir später diese nochmals neu zusammen.

Solo-Mono mit zwei TFC-Ausgleichs-Stabis

Tipps und Tricks für Bogenschützen, Gabriel-Wizard im Test
Die vorherige Konstellation wurde nun lediglich um den Wizard-TFC am Monostabilisator beraubt. Dabei kam uns zugute, dass das Wizard-System ab sofort auch als Solo-Komponenten verfügbar ist. Dadurch ist es gerade bei Compound nun wunderbar möglich, je nach eigenem Geschmack mit oder ohne TFC am Mono zu schießen.

Trotz geringfügiger Nachgiebigkeit der Mono-Stabilisatorstange zeigt zum eigenen Erstaunen das System auch in dieser Konstellation beim Heben des Bogens und dem Zielvorgang keinerlei Anlass zum Nachschwingen. Hier also alles OK, der Zielvorgang kann wie gewohnt ungestört vonstatten gehen. Lediglich beim Abschuss, bzw. kurz danach zeigen sich im Gesamtsystem minimalste hochfrequente Restschwingungen, die vergleichsweise schnell abgebaut sind. Großes Aufschwingen ist im Mono nicht feststellbar, konnten auch nicht durch High-Speed-Aufnahmen ausgemacht werden. Die Trefferergebnisse waren im Vergleich zum TFC-gedämpften Wizard-Mono-System absolut identisch.

Tipps und Tricks für Bogenschützen, Gabriel-Wizard im Test
Somit bleibt die Erkenntnis, das neue Gabriel Wizard-System ist tatsächlich mit oder ohne TFC's beinahe ebenbürtig einsetzbar. Speziell am Compound wäre der Bogen auch ohne TFC gut mit einem Gabriel-Solo Mono schießbar.

Fazit

Insgesamt ist das Fazit überaus positiv, vor allem mit TFC-Mono und den neuen 5''-Mini-Frontstabis im Recurvebereich, sowie den Wizard-Monos mit 7''-Minis bei den Compoundern eine echte Bereicherung. Das subjektiv ruhige Abschussgefühl kann in beiden Bogenklassen überzeugen, die Trefferbilder sind im Vergleich zu Einrohrsystemen mit Kopfdämpfung oder Mehrrohrsystemen mit Tunern mindestens ebenbürtig gut. Lässt man sich unvoreingenommen ersteinmal auf das neue filigrane Design ein, ist das neue Gabriel-Wizard System für mein Empfinden absolut empfehlenswert ;-D

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(C) www.Bogenwiese.de
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Autor:
Fotos/Fotobearbeitung:
Holger Hüning (c)
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