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FITA-Recurve FITA-Compound Traditionell
AlupfeilSo manches Mal kommt es vor, dass ein Alupfeil am Nockende beschädigt ist (Bild-01). Rechnet man den kompletten Pfeil, so ergäbe sich ein Verlust von ca. 8,50€. Und nicht immer ist auf die schnelle gleichwertiger Ersatz zu bekommen. Jedoch kann auch solch ein beschädigter Pfeil mit etwas Geschick schnell wieder repariert werden.

Sind Pfeile zu kurz für einen Schützen, wäre das gleich ein Verlust eines ganzen Satzes, der leicht 50€ und mehr ausmacht. Soll also ein ganzer Satz Pfeile lediglich nur verlängert werden, so ist ab Schritt 5 zu verfahren. Pfeile lassen sich durch die unten beschriebene Methode um ca. 1,5 bis 2cm verlängern.

Reparieren eines defekten Alu-Pfeils an der Nockseite

1. Man entfernt zu erst die Federn, am Besten mit einem sehr scharfen Kutter. Bleiben die Federn dabei unbeschädigt, so lassen diese sich später wieder aufkleben.
Kutter Federn
Nockende
2. Der nun so entfiederte Pfeil kann mit einem Rohrschneider (im Baumarkt ca. 5 bis 10 €) am defekten Nockende gekürzt werden. Natürlich wäre zu beachten, wieweit der Harriß der Bruchstelle verläuft. Der Schaft sollte unbedingt an einer unbeschädigten Stelle gekürzt werden. Der Schaft wird also in den Rohrschneider handfest eingespannt und durch Drehen des Pfeils eine umlaufende Rille in den Schaft gedrückt. Die Schneidscheibe des Rohrschneiders wird dabei nur sehr behutsam Richtung Schaft zugestellt, erfahrungsgemäß alle paar Umdrehungen. Irgendwann ist in die Rille am Schaft so tief, dass der Schaft getrennt ist.

3. Die Bruchstelle wird mit einer Pfeile geglättet und anschließend z.B. mit einem Messer entgratet.
Pfeile geglättet Schaft
4. Nocke samt Einsatz können nun wieder befestigt werden. Das Pfeilende ist jetzt bereits fertig repariert. Jedoch muss ja noch der der Pfeil durch das vorherige Kürzen in seiner Länge wieder angepasst werden...

Verlängern eines Alu-Pfeils

5. ...das heißt also, die Spitze wird mit Hilfe einer Zange und mittels Erwärmen des Schaftes herausgenommen.
Spitze Pfeilrest
6. Dann wird die passende fehlende Länge zum Originalpfeil nachgemessen und mit einer minimalen Zugabe von ca. 0,5mm eine Hülse aus ehemals übrig gebliebenen abgetrennten Pfeilresten des selben Satzes so wie in Schritt 2 und 3 beschrieben hergestellt. Solche Hülsen sollte man genau aus dem Grund sowieso immer aufheben.

7. Alle Teile sind nun fertig und brauchen nur noch zusammengesetzt werden. Die Hülse wird also mit Hilfe einer Zange, eines Handbrenners und Heißkleber auf die Spitze geschoben. Danach wird der Spitzenschaft erneut mit Heißkleber versehen und kann in den Pfeilschaft geschoben werden. Dem Pfeil sieht man nach der Prozedur zwar die Reparatur an, jedoch sind seine Flugeigenschaften absolut identisch zu denen eines neuwertigen Pfeils.
repariert Handbrenner Heißkleber
Pfeilschaft reparierte Pfeil neuwertigen Pfeils
8. Die Klebereste der früher mal angeklebten Federn werden nun am Schaft noch entfernt. Erst grob mit einem scharfen Messer, kleinere Rückstände danach mit Lösungsmitteln. Anschließend kann der reparierte Pfeil wie üblich befiedert werden.

(C) www.Bogenwiese.de
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Autor:
Fotos/Fotobearbeitung:
Holger Hüning (c)
Holger Hüning (c)
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