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Sehne wickeln

Das Sehnenbrett wird mit Hilfe von Zwingen am Tisch befestigt oder in eine Heimwerkerbank eingespannt. Als Vorlage für die Länge der neuen Sehne dient die alte Sehne. Bitte beachten: sie muss komplett ausgedreht werden, um die tatsächliche Länge zu ermitteln.

Sehnenbrett
Wir legen die alte Sehne ein wie auf dem Foto gezeigt, also ein halbes Mal um das Sehnenbrett herum, spannen den Querarm auf diese Länge und setzen eine Markierung.
Heimwerkerbank
Tendenziell ist eine längere Sehne besser als eine zu kurze, denn Eindrehen ist später noch möglich. Mehr Sehne bedeutet allerdings auch mehr Masse, die den Schuss verlangsamt, und auch dem Eindrehen zur optimalen Standhöhe sind Grenzen gesetzt, also ist ein Mittelweg gefragt.

Wir spannen den Querarm also auf Maximallänge.
Dann wird die alte Sehne ausgehängt (Querarm ggf. lösen), der Querarm an der Markierung festgezogen und wir können anfangen zu wickeln.

Je gleichmäßiger die Spannung des Sehnenfadens während des Wickelns gehalten ist, desto besser. Kleiner Tipp: Ausprobieren, ob eine handelsübliche runde Klebestiftrolle oder ähnliches durch die Sehnenrolle passt. Das erleichtert eine gleichmäßige Abrollbewegung.
Pfosten Uhrzeigersinn
Wir befestigen den Anfang des Sehnengarns unten am Sehnenbrett um beginnen im Uhrzeigersinn die Wicklung an Pfosten 1.
Spannkraft Teilstück
Der Faden muss mit absolut konstanter Spannkraft gleichmäßig um die Pfosten geführt werden.
Beim Wickeln sollte kein Teil der Sehne „durchhängen“. Es kann vorkommen, dass man noch einmal neu anfangen muss, weil ein Teilstück nicht parallel zu den anderen verläuft. Hängt einer der Stränge durch, tendiert die fertige Sehne später beim Schießen zum Streuen.
Sehne Soll eine 16-Strang-Sehne entstehen, wird also die Rolle achtmal um den gesamten Apparat bis zum Pfosten 2 geführt und wieder am Sehnenbrett befestigt.

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