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Sehne strecken

Nach dem Wickeln der Enden befestigen wir die Sehne gut (z.B. Sehne um festen Pfosten und durch Öhrchen führen) und strecken sie soweit wie möglich, drehen sie zehnmal ein und strecken sie nochmals mit aller Kraft.
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Oftmals reicht es auch schon, die Sehne auf den Bogen aufzuspannen und beide Wurfarme an den Wurfarmspitzen regelrecht auseinander zuziehen. Auf jeden Fall müssen sich die Stränge durch das Strecken ‚setzen’, damit eine gleichmäßige Spannung aller Stränge gewährleistet ist. Letztendlich ist dadurch ein genaues Schießen mit der Sehne überhaupt erst möglich.

Runden der Sehne

Wir spannen die Sehne jetzt auf den Bogen und lehnen ihn mit der Sehne nach oben gegen einen Gegenstand, wie auf dem Foto weiter unten gezeigt.
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Mit einem Stück Sehnengarn bilden wir eine enge Schlaufe um die Sehne,

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fixieren den Bogen z.B. mit dem Fuß auf dem Mittelstück und führen die Schlaufe in gleichmäßigen Bewegungen die gesamte Sehne entlang, etwa ein bis zwei Mal.
Die heutigen Sehnen müssen kaum noch entwachst werden, aber die Sehne wird durch die Wärme und den Druck zu einem gleichmäßigeren Strang verbunden.
Nach dem ersten Durchgang spannen wir die Sehne aus, drehen sie zehnmal ein und spannen den Bogen wieder. Der Rundungsvorgang wird wiederholt.

Mittelwicklung

Wir spannen den Checker auf Höhe der Pfeilauflage auf die Sehne und markieren die ungefähre Nockenmitte etwa 3 Millimeter oberhalb der Pfeilauflagenhöhe. Links und rechts davon wird eine weitere Markierung für die Länge der Mittelwicklung angebracht. Als Vorlage kann die alte Sehne dienen. Zu beachten ist, dass die Mittelwicklung wie alle Wicklungen lang genug sein soll, um wiederkehrende Kontaktstellen zu schützen, und doch so kurz wie möglich gewickelt wird.
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Sind die verwendeten Nocken zu breit, um auf der einfachen Wicklung zu halten, so kann eine zusätzliche Mittenwicklung unter der eigentlichen angebracht werden. Als Material eignen sich Knopflochseide oder Zahnseide. Eine ausführliche Anleitung findet sich unter BB-Tipp-011.
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Anfang unter die Wicklung legen, einwickeln,
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vor Markierungsende Schlaufe bilden, Wickelgerät hindurchführen, rückwärts ausstehenden Teil wickeln, Garn Richtung Wicklungsanfang, fixieren, Lücke zuwickeln,
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Ein letztes Mal kräftig nachziehen, Garn abschneiden, fertig ist die selbstgewickelte Sehne. Es fehlt dann nur noch eine passende Schutzhülle für den Transport.

Vielen Dank an Holger und Wolfgang für die kompetente Hilfe zu diesem Beitrag!
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(C) www.Bogenwiese.de
Tipps & Tricks für Bogenschützen
Autor:
Fotos/Fotobearbeitung:
3D-Grafik:
Tanya Lackner (c)
Wolfgang Schwarz (c)
Holger Hüning (c)

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