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FITA-Recurve FITA-Compound Traditionell
Osterwochenende, endlich! Und was heißt das nun genau? Der Familie die Ostereier möglichst gemein und unauffindbar zu verstecken, um dann mit aller Zeit der Welt sich endlich mal ungestört um die Materialpflege zu kümmern. Denn sowas frißt im Allgegemeinen nicht nur Zeit, auch geht oftmals eine ganze Menge Kohle für Ersatz des alten Materials drauf.

FletcheIm Laufe der Zeit kann sich da schon mal so mancher Berg Fletche ansammeln. Für einen Satz Pfeile zu 12 Stück liegen da dann so rund 10 bis 20 Euro rum.

Besonders heikel: An einigen Pfeilen müssten Federn gänzlich neu angeklebt oder wenigstens ersetzt werden. Jedoch ist gerade kein neues Material griffbereit.

Preisfrage: Lohnt sich nun das Wiedereinsetzen alter Federn? Wenn ja, mit welchem Aufwand, und wenn nicht, warum nicht?

Wir sind der Meinung: die Sache lohnt sich sehr wohl. Vorausgesetzt, man ist für die eine oder andere Fummelarbeit bereit. Im vorliegendem Fall geht es übrigens um die komplette Neubefiederung von 19 alten ACE-Pfeilen. Also, lohnen würde es sich schon...

Im Nachhinein ist man gut beraten, wurden die alte abgefallenen Fletche nicht gleich in die Tonne gekloppt. Regelrecht erleichtert ist man nun, wenn man diesen vermeintlichen Abfall nach Opas Manier gesammelt hat. Eben, um das Material irgend wann vielleicht doch wieder aufzuarbeiten. Ihr wisst ja: Erst mal alles aufheben, man kann ja nieeee wissen.

Übrigens: Die Fletche FFP (Flex-Fletch-Products) haben sich als besonders langjährig und leicht wieder herzurichten erwiesen.

Dabei kann so eine Fletch-Reparatur relativ einfach durchgeführt werden. Eine deutliche Zeitersparnis während des Fletcheklebens kann man erzielen, wenn die Reinigung der alten Fletche während des Befiederns ganz nebenher durchgeführt wird.
Fletch Reparatur
 
Benötigt werden dann zusätzlich:

- eine zusätzliche Klammer
- oder zwei Holzbrettchen
- mit Schraubzwinge
- Schlüsselpfeile
- ein Tuch zum Entfetten
- etwas Lösungsmitt
 
KlammerStatt der Brettchen könnte man aber auch kreativ werden, eine andere behelfsmäßige Klammer für die Reiningung nehbenher basteln. Im Bild links z.B. musste ein Biedeckel herhalten. An der Oberseite wurden die Kanten mit Thesafilm verstärkt. Gehalten wird das Ganze recht zuverlässig durch eine Kunststoffklammer aus einem alten Schnellhefter. Und zwischen den beiden Biedeckelhälften klemmt man dann den Fletch. Genial, oder?

Möchte man das Reinigen der Federn nicht nebenher machen, kann auf die Hilfklammer natürlich verzichtet werden. Der entsprechende Fletch wird dann eben vor jedem Kleben in die Klammer des Fletchgerätes geklemmt und dort gereinigt.

So, und nun geht's los:

Sollte der Kleber auf dem Federkiel des Fletches besonders hart und spröde sein, so wird dieser nun erstmal mit der Schlüsselfeile ein paar Mal kurz in Längsrichtung runtergeschmirgelt. Anschießend werden mit Hilfe des Tuches und des Lösungsmittels Klebereste beseitigt. Besitzt das Tuch eine rauhe Gewegestruktur, so ist dies dabei besonders hilfreich. Oft kann dann sogar gänzlich auf den Einsatz der Schlüsselfeile verzichtet werden.

Kleberückstände Holzbrettchen Lösungsmittel

Nach dem Beseitigen der alten Kleberückstände sollte nochmals einige Male mit der Feile in Längsrichtung des Fletches gezogen werden. Schaut man genau hin, so ist die dadurch entstandene nun etwas mattere Oberfläche des Fletches gut zu erkennen. Durch diese Anrauhung hält der Fletch später deutlich länger auf dem Pfeilschaft. Dem Fletch ist nun kaum mehr anzusehen, dass er lediglich überholt wurde, man könnte ihn auch praktisch als neuwertig betrachten.
Schlüsselpfeile Befiederung

Der alte Fletch ist nun generalüberholt und zum Kleben bereit! Es kann wie üblich Fletchkleber aufgetragen und der Pfeil befiedert werden.
Fletchkleber Fletchkleber

(C) www.Bogenwiese.de
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Autor:
Fotos/Fotobearbeitung:
Holger Hüning (c)
Holger Hüning (c)
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