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FITA-Recurve FITA-Compound Traditionell
Was macht man wohl genauso oft, wie einen Pfeil zu schießen?

Richtig, einen Pfeil zu ziehen! Um genau zu sein, diesen mit mehr oder weniger Gewalt wie auch immer aus der Scheibe zu bekommen. Und das ist im wahrsten Sinne nicht immer einfach. Nun, wir bieten euch heute dazu die exklusive Lösung...

PfeilzieherNa ja, ganz so exklusive ist die Lösung auch wieder nicht, gibt es doch bereits im Handel diverse Schraubstock-ähnliche Pfeilzieher. Und selbst damit bekommt so manche Schützin ihre Pfeile auch nicht aus dem Dämpfer. Der olle Pfeil bewegt sich keinen Zentimeter. Bleibt ihr lediglich, mit den Augen verstohlen Richtung Herrenwelt zu klappern, dass wenigstens von daher Rettung naht...

Kein Problem! Doof nur,...

...dass Mann beim Ziehen dann selbst kaum besser aussieht ;-(

Nun Männer, wie gesagt, heute gibt es für euch exklusive die ultimative Lösung, den Mädels zu zeigen, wie kinderleicht ihr starken Kerle deren Pfeile gezogen bekommt ;-)

Die schlaue Idee: Im Handel gibt es bereits Schmiermittel samt Behälter, damit sich der Pfeil beim Einschlag in's Dämpfermaterial nicht festfrisst oder einbrennt. In diesen Behälter taucht man dann seine Pfeile immer mal wieder ein, die Pfeile lassen sich danach oft leicht von Hand aus der Scheibe ziehen. In der Regel braucht man dabei nicht mal mehr einen Pfeilzieher.

Abrieb muss nicht sein...

Es gibt da aber noch einen Vorteil: Gerade die teuren Carbonpfeile, wie z.B. ACE's nutzen sich im vorderen Teil des Schaftes stark ab. Also in dem Bereich, mit dem sie im Dämpfer stecken. Diese Abnutzung kommt durch starken Abrieb während des Einschlages in die Scheibe, bei Verwendung von Stramitscheiben ist dieser Effekt besonders stark ausgeprägt. Bei hohen Schusszahlen mit 25000 Schuss pro Jahr (also ca. 500 Schuss pro Woche) kann sich solch ein Pfeil durch diesen Abrieb durchaus um ca. einen halben Millimeter nach einem Jahr Verwendung vorn verjüngen, und ist irgendwann dadurch unbrauchbar. Effekt wäre, im Folgejahr müsste man einen neuen Satz Pfeile kaufen...

ACEDurch unseren Behälter mit Gleitmittel kann dieser Effekt nun wesentlich reduziert werden.

Eine andere ebenfalls sehr ärgerliche Sache tritt bei Verwendung von Schaumstoffdämpfern auf. Dort reicht bereits die hohe Einschlaggeschwindigkeit des Pfeils aus, das Dämpfermaterial um den Schaft herum regelrecht aufzuschmelzen. Man hat den Eindruck, der Pfeil hätte sich in die Scheibe eingebrannt, er ist nur noch schwer aus der Scheibe zu bekommen. Hat man ihn dann erst mal draußen, kleben aber immer noch Scheibenreste am Schaft, auch diese sind nur schwer abzubekommen (im Bild rechts dargestellt). Durch unser Gleitmittel tritt dieser Effekt kaum auf.

Drei mögliche Varianten

SchmiermittelboxUnd genau solch ein Gerät in drei leicht unterschiedlichen Varianten wollen wir heute auch mal bauen. Denn selbst bauen heißt Exklusives zu besitzen...

Und zwar: Einmal eine sehr filigrane Variante mit einer Möglichkeit, diese innen am Köcher an einer der Röhren zu befestigen. Und zum Zweiten einen etwas breiteren Behälter mit Deckel ohne eigene Befestigungsmöglichkeit. Den innen integrierten Schwamm werden wir dann später mit einem Silikonöl tränken.

Der Deckel bei der größeren Variante ist übrigens gut geeignet, wenn anderweitiges Öl benutzt wurde, und dadurch bedingt beim Transport Gefahr des Auslaufens besteht, sicher ist sicher.

bb-tipp-044_bild-33a Die dritte Variante wollen wir aus einer Verpackungsröhre bauen, in der EASTON-Carbon Rohschäfte ausgeliefert werden.

Der Grundaufbau dieser Gerätschaft ist immer ähnlich: in einem Behälter befindet sich ein Schwamm mit Loch. Oben gibt es einen Trichter, durch den man dann seinen Pfeil besser mittig eintauchen kann. Unten ist der Behälter verschlossen.

Schon schön, oder? Man kauft Pfeile, und weil man ja sowieso dann schon beim Pfeilezusammensetzen ist, baut man gleich noch passend dazu die Schmiermittelbox ;-)

Und übrigens: Das Händling mit unseren drei Varianten funktioniert deutlich besser als bei der aus dem Bogenshop. Denn dortige Variante zeigt sich in der Praxis des fehlenden Trichters wegen ausgesprochen störrisch...

Für beide Behälter habe ich übrigens nichts kaufen müssen, sämtliche verwendeten Materialien hatte ich aus alten Fläschchen, Hülsen und diversem eigenem Ramsch zusammengekramt, lediglich das Silikonöl hat 1€ gekostet.

Also los, machen wir uns zuerst an die Arbeit mit der etwas einfacheren Variante...
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