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Olympischer Recurvebogen

RecurvebogenDas Recurveschießen erfreut sich seit einigen Jahren steigender Popularität. Insbesondere in Korea, China und vielen anderen fernöstlichen Staaten erfährt der Bogensport starken Zulauf. So verwundert es nicht, dass die Weltspitze vor allem von asiatischen Athleten angeführt wird. Der Recurvebogen ist der Bogen für das olympische Bogenschießen. Er ist eine Weiterentwicklung des traditionellen Reiterbogens mit Einflüssen des Langbogens und heute der am häufigsten geschossene Bogentyp. Den Namen hat der Recurvebogen von seinen Wurfarmenden, die nach vorne gebogen sind und in denen beim Spannen der Großteil der Energie des Bogens gespeichert wird. Dabei sind die Wurfarme des Bogens meist aus Schichten von Carbon- oder Glasfaser gefertigt. Aus dem frühzeitlichen einfachen Weidenstock, der mit Sehne gespannt ist, sind vergleichsweise hoch technisierte und physikalisch ausgeklügelte Sportgeräte entstanden. Anders als beim Blankbogen sind beim Recurvebogen Stabilisatoren, Zielhilfen (Visiere) und Auszugsmarkierungen (Klicker) erlaubt.
Die Herausforderung besteht darin, dass beim Zielvorgang nicht zwei Visierpunkte (Kimme und Korn) zur Deckung gebracht werden können. Der Erfolg des Treffens ist vielmehr ein Produkt der Körperbeherrschung, der Konzentrationsfähigkeit sowie der Gleichmäßigkeit und Wiederholbarkeit von Bewegungen. Neben Kraft und Ausdauer erfordert Bogenschießen ein hohes Maß an Konzentration.

2. Olympische Geschichte

RingeZu Beginn des 20. Jahrhunderts fanden wesentlich mehr Bogensportwettbewerbe statt, als es heute der Fall ist. In den Jahren 1900, 1904, 1908 und 1920 gehörte Bogenschießen zum Programm der Olympischen Spiele verschwanden dann aber als olympische Sportart. Erst 1972 bei den Olympischen Spielen in München wurde Bogenschießen wieder zugelassen. Als Kategorien existierte damals nur der Einzelwettkampf für Frauen und Männer. 1988 kam in Seoul der Teamwettkampf hinzu.
Um das Interesse an der Sportart zu steigern und die Wettkämpfe für das Publikum attraktiver zu gestalten, wurde der Ablauf der Wettkämpfe mit den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona verändert. Während die Bogenschützen vormals zwei FITA-Runden (288 Pfeile) geschossen hatten und der Athlet mit der höchsten Ringzahl als Gewinner hervorging, wurde nun ein Kopf-an-Kopf-Wettkampf eingeführt. So sieht das Reglement für das olympische Bogenschießen seit 1992 vor, dass nach einer Vorplatzierungsrunde (Ranking Round auf 70 m Distanz mit 12 6-Pfeil-Passen ) die 64 besten Athleten in der sogenannte Olympischen Runde gegeneinander antreten und der Sieger in einer Ausscheidungs- und Endrunde im K.O.-System ermittelt wird.

3.Verbände

FITANahezu alle Länder die einen Bogenzweig im Schützenverband haben, gehören der FITA (Fédération International de Tir à l'Arc) an, die 1931 in Polen ins Leben gerufen wurde. Gründungsmitglieder waren Frankreich, Tschechische Republik, Schweden, Polen, USA, Ungarn und Italien. Die FITA ist die weltweit bedeutendste Organisation der Bogenschützen. Die Rolle der FITA im internationalen Bogensport ist vergleichbar mit dem weltweiten Fußballverband FIFA, der die Richtlinien für Plätze, Personal usw. stellt. Die FITA hat heute ihren Sitz in Lausanne, Schweiz.
Deutscher SchützenbundIn Deutschland selbst gibt es zwei Verbände. Zum einen den DBSV (Deutscher Bogen Sport Verband) und zum anderen den DSB (Deutscher Schützen Bund). Der DBSV gehört nicht der FITA an und darf deswegen rein offiziell keine Olympioniken und WM-Teilnehmer stellen. Dieser Verband ist ein reiner Bogensportverband und Deutsche Meisterschaften werden intern geschossen. Der DSB gehört der FITA an und hat damit auch alle Rechte eines olympischen Verbandes.


4.Wettkämpfe

Die bekanntesten Wettbewerbe beim Recurveschießen sind:
FITA-Runde (FITA Outdoor Target Archery Round)
RecurveschützenDie FITA-Runde besteht aus 144 Pfeilen. Normalerweise werden 4 mal 36 Pfeile auf verschiedene Distanzen an einem Tag geschossen. Es existiert aber auch der Modus der Doppelfita (Double FITA Outdoor Target Archery Round) bei der an 2 Tagen 2 mal 144 Pfeile geschossen werden. Die Originalentfernungen bei einer FITA-Runde sind: 90 m, 70 m, 50 m und 30 m für Männer und 70 m, 60 m, 50 m, und 30 m für Frauen. Für weitere Schützenklassen gibt es verkürzte Entfernungen und andere Auflagengrößen.
Für die weiten Distanzen (Männer 90 m und 70 m, Frauen 70 m und 60 m) ist ein Scheibendurchmesser von 122 cm vorgesehen. Auf den kurzen Distanzen 50 m und 30 m ist ein Scheibendurchmesser von 80 cm vorgeschrieben, allerdings werden bei 30 m meistens vier Scheiben mit 80 cm Spot auf einem Dämpfer angebracht. Niedrigere Treffer werden dann als „M“ gewertet, was soviel wie missed oder out bedeutet. Vor einer Wertung werden bei den zwei weiten Entfernungen jeweils 6 Pfeile, bei den kürzeren jeweils 3 Pfeile geschossen. Die 6 Pfeile müssen dabei innerhalb von 4 Minuten geschossen werden; für 3 Pfeile ist eine Zeit von 2 Minuten vorgesehen.
Olympische Runde (bei Meisterschaften und Olympischen Spielen)
Die Olympische Runde besteht aus einer Ausscheidungs- und einer Finalrunde, die beide im K.O.-Verfahren ausgetragen werden. So schießt der nach der Vorrunde Erstplatzierte gegen den Letztplatzierten. Jedes Match besteht aus 12 Pfeilen und wird auf 70 m Distanz mit 122 cm Zielauflage ausgetragen.
Bogen BundesligaFITA Halle (FITA Indoor Target Archery Round)
2 Durchgänge zu 30 Pfeilen auf 18 m Entfernung. Geschossen wird auf 40 cm Auflagen (Schüler 60 cm) bzw. auf 3er-Spot-Auflagen (die fünf inneren Ringe der normalen 40 cm Auflage, drei davon untereinander bilden praktisch eine "Ampel"). Nach der Qualifikationsrunde bestehend aus 60 Pfeilen folgen eine Ausscheidungsrunde und eine Finalrunde, die beide im K.O. Verfahren ausgetragen werden. Jedes Match besteht aus 12 Pfeilen und wird auf 18 m Distanz mit 3er-Spot –Auflagen ausgetragen.
Bogenliga Indoor
Hier schießen Mannschaften, bestehend aus drei Schützen, gegeneinander. Jeder Schütze schießt 2 Pfeile auf 18 m, alle Schützen müssen ihre Pfeile innerhalb 2 Minuten geschossen haben. Insgesamt werden in einem Wettkampf gegeneinander 4 mal 2 Pfeile von jedem Schützen geschossen, also 24 Pfeile pro Mannschaft. In Deutschland gibt es die Bundesliga, 2. Bundesliga, Regionalliga und Landesliga sowie Bezirksligen.

Des Weiteren sei noch die halbe FITA-Runde erwähnt, bei der nur jeweils 18 Pfeile auf jede Distanz der FITA-Runde geschossen werden. Mehr Informationen über die verschiedenen FITA-Runden finden sich im FITA-Handbuch Nummer 1 „Constitution, Administration and Championship“, dass auf der Homepage der FITA downloadbar ist.

5.Recurveschießen bei Bergmann-Borsig

Bogen Platz SGBBIm Sommer nutzt unsere Abteilung die Bogenschießanlage auf dem Walter-Husemann-Sportplatz  in Pankow. Es herrschen ideale Voraussetzungen, denn Erwachsene Mitglieder haben für ihre Trainingszeit innerhalb der Zeiten der Abt. Rec. und Comp. jederzeit Zutritt zum Bogensportplatz. Mittwochs ab 19 Uhr sowie Samstags können Erwachsene Schützen auf dem Sportplatz auch zu den Trainingszeiten der Abt. Kyudo trainieren, sofern Kyudo dadurch nicht eingeschränkt ist. Im Winter steht uns die Turnhalle der Reinhold-Burger-Oberschule in Pankow zur Verfügung.
Wir bieten Interessenten einen mehrwöchigen Anfängerkurs an und begleiten unsere Schützen auch in der Folgezeit mit kompetenten Trainern.

Wir freuen uns jederzeit über neue Interessierte. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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